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Die neue Erde - ein Zwischenspiel

Terra ist von Schädlingen befreit. Zumindest vorübergehend. Die Menschheit entwickelt sich. Doch ein dumpfer Verdacht gegen alles Fremde, gegen außerirdische Intelligenz, zieht sich durch die Geschichte. Zur Illustration werfen wir einen Blick in die zeitgenössische Filmkunst, auf ein hierzulande wenig beachtetes Werk. "Roswell" - ein kleines Zwischenspiel.

Wie Aliens auf der Erde leben, zeigt die Serie "Roswell". Wer denkt, Mystery sei Spekulation und nicht wirklich so geschehen, der wird durch diesen Film möglicherweise ins Nachdenken kommen... Denn was wäre, wenn doch... ?

 Die Rahmenhandlung

Liz wird beim Kellnern im "Crashdown Café" in Roswell niedergeschossen. Tödlich getroffen bricht sie zusammen, doch ihr Klassenkamerad Max Evans rettet ihr auf mysteriöse Weise das Leben – allein durch das Auflegen seiner Hand. Als Liz erfährt, dass Max, seine Schwester Isabel und sein Freund Michael Nachkommen der Aliens sind, die bei dem Ufo-Absturz 1947 auf die Erde kamen, gerät die wohl gehütete Identität der drei Außerirdischen in große Gefahr. Auch das Leben von Liz und ihrer Freundin Maria ändert sich ...

Die TV Serie verbindet Elemente aus Teenagerdrama, Science Fiction und Action (in der Reihenfolge). Die dramatische Love Story gewinnt durch sympathische Jungdarsteller. Die erste Staffel beinhaltet 22 Episoden.

Story-Entwicklung

Die ersten 8 Episoden sind genial – temporeich und superspannend. Es passiert eigentlich wenig, doch der Film spielt exzellent mit dem, was jederzeit passieren könnte. Das Unheimliche, die nicht greifbare Gefahr ist allgegenwärtig. Und gerade der Kontrast zum vordergründig Alltäglichen hält einen ständig in Atem. Jedes noch so einfache, scheinbar nebensächliche, Detail wird durch diese Realitätsverdoppelung bedeutungsvoll und gibt dem Film etwas Abgründiges, Mysteriöses.

Danach verliert sich die Serie leider mehr und mehr in endloser Monotonie. Die Teenies werden paranoid bis zum Gehtnichtmehr, einer nach dem anderen hat seine Krisen und überbietet sich an Narzissmus und Schwachsinn: ich hab's ganz besonders schwer, keiner versteht mich, ich bin ein noch ärmeres Schwein als du, etc. pp.

So kommen bspw. die Aliens von einer Minute zur anderen auf die Idee, dass sie nicht weiterleben können, solange sie nicht wissen, wer ihre Eltern waren. Keiner weiß warum, doch alle sind sich einig. Blöderweise ist das nun das einzige Thema, bei dem sie sich in Lebensgefahr begeben. Denn das FBI sucht gerade Aliens zum Sezieren. Ich finde, gerade gegenüber dem jüngeren Publikum wäre es verantwortlicher, solch wichtige Themen sorgfältig zu entwickeln, statt Stereotypen abzuspulen.

Fazit

Extraterrestrische Lebensformen und übernatürliche Phänomene sind spannend und wer sich dafür interessiert, dürfte die Serie sicher mögen. Wer ein bisschen über Roswell und den angeblichen(?) Ufo-Absturz 1947 gelesen hat, wird viele vertraute Themen entdecken. Als Spielfilm hätte "Roswell" ein Highlight werden können, als Serie ist er mit einigen Längen mehr etwas für interessierte Fans.

Roswell (6 DVD, Lauflänge 950 Minuten), USA 1999
Label: Kinowelt
Genre: Sci-Fi/TV-Serie