Klimawandel

Klimawandel früher

"In der Hochphase der kleinen Eiszeit erlebte die Hexenverfolgung ihren Höhepunkt. Ende Mai des Jahres 1626 fielen in Franken bei Temperaturen unter Null Grad die Blätter von den Bäumen, die Obsternte war vernichtet. Ganze Dörfer sahen in Hexen die Schuldigen. Berichte von Hexenverbrennungen erwähnen oft den 26. Mai 1626 - den Höhepunkt der Kältewelle.

Das Klima war der Hintergrund, vor dem sich die Hexenverfolgung ereignete. (...) Je einfacher eine Gesellschaft aufgebaut ist, desto stärker ist sie dem Klima ausgeliefert. Wir vergessen, dass vorindustrielle Gesellschaften immer am Rande der Mangelkatastrophe lebten. Man war abhängig von jeder Ernte."
(chrismon Magazin 1/ 08, Interview mit Wolfgang Behringer, Professor für Geschichte an der Universität des Saarlandes. Buchtipp: W. Behringer, "Kulturgeschichte des Kimas", 22,90 Euro)

Klimawandel heute

Und wer sind die Sündenböcke des aktuellen Klimawandels?

George Bush? Die Ölindustrie? Nein. Es sind die unverantwortlichen Autofahrer, die aggressiven Raucher, die Zahnpastatubennichtausdrücker und die Zimmeraufmehrals22Gradheizer. Das sind die Drecksäcke, die die Familien von Knut, dem Eisbären und Heidi, der Robbe und Franz dem Walfisch auf dem Gewissen haben. Auf den Scheiterhau...!! Pardon. Die müssen erzogen werden. Mit Steuern.

Der Ausweg aus der Misere der kleinen Eiszeit zu Beginn des 17. Jahrhunderts bestand in einer effizienteren Landwirtschaft. Wir bräuchten heute höhere Deiche und einen Energiemix mit stärkerer Nutzung erneuerbarer Energien. Aber wir werden erst wieder im Mittelalter ankommen, bis die politischen Führer von Sündenböcken ablassen.

Frühjahr 2008: In Deutschland blüht überall Raps. Sieht gut aus :) Hintergrund: Bauern pflanzen keine Nahrungsmittel an, sondern werden Energieliferanten. Denn Raps wird hoch subventioniert, damit die Ökogesetze (Biosprit & Co) erfüllt werden können. Was das kostet, interessiert die Planer nicht. Das sind die ersten Schritte zur Ökodiktatur.