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Das Böse hat viele Gesichter. Auch diesmal ereilt es uns von Asien aus, dem Geburtsort von Sony, Tamagotschi und der Vogelgrippe. Die Online-Spielsucht presst Südkorea aus und forderte schon mehrere Tote. Jetzt melden sich besorgte Eltern zu Wort.
Die FAZ berichtet am 27.2. 06 über die enorme Online-Sucht Südkoreas: 2/3 aller Koreaner zwischen 9 und 39 Jahren spielen 'häufig oder sehr häufig' Onlinespiele. Das hoch urbanisierte Südkorea (über die Hälfte der Einwohner leben im Großraum Seoul) ist die modernste Internet-Nation der Welt. Das ganze Land zockt, aber die größten Gefahren vermutet man natürlich für die Kinder.
Landesweit versammeln sich besorgte Eltern, weil ihre Kids in einem Maße, das sie nicht von sich kennen, in eine Welt eintauchen, die sie (die Alten) suspekt finden: das WWW (Insidern bekannt als Glyphe des Antichristen).
Interessant sind die Symptome, die eine Elterninitiative nennt, woran sich die Internetsucht der Kinder zeigt. Darauf sollten Eltern achten:
Kinder stehen unter enormen Leistungsdruck. "Wenn die Hefte gegen Mitternacht endlich zugeklappt werden, wartet nur noch das Internet. Die ersten Signale werden meist übersehen: Die Kinder ziehen sich zurück, reden weniger, sie leiden unter Schlafentzug, Konzentrationsstörungen und Leistungsabfall in der Schule.
Die Eltern reagieren mit Kritik und Druck. Es kommt zu Auseinandersetzungen, Machtkämpfen - und zu noch größerer Computerleidenschaft. Aggressives Verhalten bis hin zu Persönlichkeitsversänderungen treiben die hilflosen Eltern zum Arzt oder mitunter gleich in die Klinik. ... Das Internet kommt niemals allein." So zitiert die FAZ eine Seouler Elternselbsthilfegruppe.
Soweit die Internetsucht. Erinnert uns das nicht an etwas? Von den USA ausgehend, wird Europa seit Jahren von der Gefahr des internationalen Satanismus heimgesucht. Die Parallelen springen ins Auge. Der geneigte Leser möge selbst urteilen.
Daran erkennen deutsche Eltern das Pendant zur Internet-Sucht, den Jugend-Satanismus im Frühstadium (mit Versektungsgefahr). Kommentare in [] von mir:
(Symptome nach E. Türk, "Satanismus" Herder-Verlag, Freiburg/Breisgau 1995)
Abartige These: Erleben wir hier in dramatisierter Form das, was früher unspektakulär 'Generationenkonflikt' hieß? Die austauschbaren Projektionen umreißen das Problem, dass Jugendliche andere Lebensvorstellungen haben als ihre Eltern. Später wenn sie eigene Kinder haben, wissen sie selbst:
So waren wir damals nicht!
Du hältst diesen Artikel für Satire? Dachte ich auch erst. Aber schau selbst: es gibt honorige Leute, die meinen das ernst.
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