Da kann der Verkehrsminister Amok laufen und die Bahn kann streiken wie sie will - das ist alles ganz nett für eine noch bessere Verkehrspolitik, als wir sie zweifelsohne dank der erfolgreichen Politik der GROSSEN Koalition schon jetzt genießen dürfen. Aber es geht an der Sache vorbei. Das bundesdeutsche Verkehrsproblem, liebe Bürgerinnen und Bürger, kommt von den Schweizern!
Ja genau! Es sind wieder mal die Ju... äh pardon, die Schweizer. Sie schnarchen durch die Kantone und machen Rast an jedem Edelweiß auf der Alm. Sie blinzeln in die Alpensonne und schalten schon einen Gang runter, wenn sie nur von Ferne eine eidgenössische Kuh sehen. (Für Schweizer Kühe gibt es gesetzliche Ruhetage). Ich spreche hier von der neoliberalen Weltverschwörung, liebe Bürgerundsoweiter. Doch wehe, wenn der Schweizer die Grenze zu Deutschland überquert. Dann bricht die dunkle Seite durch. Deutschlands Autobahn ist das Jagdgebiet des Schweizers. Ein Ricola Kräuterbonbon im zynisch verzogenen Mundwinkel, findet die Hand plötzlich den fünften und sechsten Gang. Der Blick verengt sich auf die linke Fahrspur.
Zitat: "Ich fahre ein ziemlich schnelles Auto. Und deshalb ist für uns Schweizer so eine deutsche Autobahn (ich meine nur die nach dem Krieg gebauten Abschnitte) das reinste Vergnügen."
Davon rede ich, liebe BürgerUNDBürgerINnen (und auch ihr, ihr schweizer, die ihr hier heimlich mitlest, nachdem ihr euch auf Kosten des deutschen Autobahnpflegers den Adrenalinkick geholt habt). Erst das mühsam aufgebaute deutsche Schuldmonopol mit Füßen treten. Dabei die jahrzehntelang erarbeitete deutsche Geschichtsdeutungshoheit infrage stellen. Und dann,
Früher habt ihr nur (das wart ihr doch? Gebts zu!) Brunnen vergiftet und Kinder in Pfütze geschubst. Aber bei der Autobahn hört der Spaß auf!
(ein Beitrag zur Förderung eines gemeinsamen Europa)
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