Eine neue Rasse zu erschaffen, war für sie aufgrund ihres enormen Wissens und ihrer Macht kein großes Problem. Sie musste nur so gebaut sein, dass sie zwei differenzierte Gliedmaßen frei bewegen konnte und diese nicht für die Fortbewegung brauchte. Denn wie sollte sie sonst Ackerbau betreiben können?
So kreierten sie eine Bioform, die eine für diesen Planeten ungeheure Lernfähigkeit und Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen hatte..
Denn wenn die Entwicklung dieser Rasse etwas fortgeschritten war, sollten ihr auch maschinelle Hilfsmittel gegeben werden, um so die Bodenbewirtschaftung maximal zu effektivieren. Eine Schwierigkeit bei der Besiedelung dieses Kolonialplaneten war die Frage, wie man am besten sichern konnte, dass diese Bioform bei der ihnen zugedachten Arbeit blieb und sie als Erfüllung betrachtete. Der Oberkommisar des priesterlichen Gartenbau-und Agrarkulturkomitees, Abteilung Extrauniversale Neulanderschließung, Sektion 23b für Bereitstellung der Erntebrigaden, Hosir der Weise, löste dieses Problem. Er entwarf die genetische Information.
Machen wir jetzt einen Sprung in die heutige Zeit und lassen endlich Allen zu Wort kommen: "Eigentlich war die Entwicklung dieser Erbinformation ein genialer Akt. Naja, vielleicht mögen das einige Menschen auch anders sehen. Egal. So wurde Geschichte planbar, die Erdlinge bemerkten das nur nie. Sie entwickelten ihre eigene Wissenschaft, nachdem ihnen Magie nicht vertrauenswürdig genug schien. Jedenfalls entdeckten ihre Wissenschaftler vor einiger Zeit, dass der Ausgangspunkt für so etwas Großes und meist Arbeitsames wie den Menschen winzigkleine Helixe waren, die sich in der Gebärmutter treffen. Daß das ganze etwas mit Sex zu tun hat, macht die Sache zwar interessant, aber auch wieder anrüchig.
Die Erdlinge wären sicher beruhigter, wenn auf diesen winzigkleinen Spiralen in noch winzigkleinerer Schrift stände: das hier wird ein Arm; das wird mal ein Backenzahn; vielleicht reicht das hier für ein Auge... Oder was anderes Seriöses in der Richtung. Sie kennen aber leider - oder zum Glück?- nicht die Arbeitsweise des priesterlichen Gartenbau- und Agrarkulturkomitees, Abteilung Extrauniversale Neulanderschließung, Sektion 23b für Bereitstellung der Erntebrigaden. Und erst recht nicht die des dienstältesten Priesters zur damaligen Zeit, Hosirs des Weisen, heute Oberkommisar a.D. Über die Mängel, die sich aus seiner unkonzentrierten Arbeitsweise ergaben, wird noch zu berichten sein.
Aber zurück zu dem, was mit seinem Projekt geschah. Gefahr drohte durch einen Amerikaner, der unter bewusstseinsverändernden Drogen neue Einsichten in den Gencode gewann. Er entdeckte einiges über die Bedeutung der genetischen Botschaft, was beim priesterlichen Gartenbau- und Agrarkulturkomitee, Abteilung Extrauniversale Neulanderschließung, Sektion 23b für Bereitstellung der Erntebrigaden und dem dienstältesten Priester zur damaligen Zeit, Hosir dem Weisen, heute Oberkommisar a.D., beträchtliche Verärgerung auslöste.
Ihre Gegenkampagne, die darauf abzielte, all dies als halluzinierten Nonsens abzutun, war erfolgreicher als zunächst angenommen. Sie brachte ihnen den Dank vieler arbeitsamer, guter Amerikaner, vieler arbeitsamer, guter Engländer, vieler arbeitsamer, sehr guter Deutscher, und sogar den Dank sehr vieler arbeitsamer, nicht ganz so guter Afrikaner ein.
Diese Menschlinge wussten nämlich, was man von einem asozialen linksjüdischen Hippie zu halten hatte. Die Geheimdienste dieser Länder wußten das natürlich auch, nur vergaßen sie das manchmal, wenn es das Interesse der Nation verlangte. Leary behauptete unter anderem, daß vieles im Leben der Menschen nach Programmen abläuft, die so alt sind wie die menschliche Rasse. Oder älter. Und dass es möglich sei, mal was Neues zu probieren. Daß das seniler Schwachsinn ist, liegt ja wohl auf der Hand.
Es ist besser, McLeister hier zu unterbrechen. Denn als khaämorischer Agent zu Überwachungszwecken ohne besondere Schwerpunkte, kurz K.H.A.G.Z.Ü.O.B.S., gehören all seine Wahrnehmungen und Gedanken dem Inneren Kreis im Priesterorden Shynthars und werden regelmäßig telepathisch abgefragt. Ansonsten kann er natürlich tun und lassen, was er will (manchmal).
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