Die Protokolle der Weisen von Zion sind der Klassiker der Weltverschwörungstheorien. In diesen Protokollen wurde erstmals ein komplexer geheimer Plan zur Unterwanderung der Gesellschaft und zur Erlangung der Weltherrschaft vorgestellt. Rückblickend kann man sagen: Es war eine erste Ahnung der globalisierten Welt...
Die Protokolle bestehen aus 24 Kapiteln, die eine jüdische Weltverschwörung beweisen sollen. Obwohl sie seit langem als Fälschung gelten, hält sich die These von den Welteroberungsplänen bis heute ...
Die „Protokolle der Weisen von Zion" geben vor, die knapp 100 Seiten umfassende Sammlung von Geheimdokumenten einer jüdischen Weltverschwörung zu sein. Jeder der 24 Abschnitte (2) enthält die Rede einer Sitzung, die je ein Weiser vor der Versammlung der „Weisen von Zion" gehalten haben soll.
Demnach bedienen sich die „Weisen von Zion" neuer politischer Konzepte wie dem Liberalismus oder der Demokratie. Sogar die Sozialdemokratie und der Kommunismus seien 'Erfindungen' zur Unterwanderung der Gesellschaft.
Alles das sind Schritte zur Zerrüttung der etablierten Ordnung. (Liest sich wie eine Beschreibung der heutigen Welt? Na sowas aber auch.)
Sogar der Antisemitismus ist nach den "Protokollen" Programm, denn der „ist für uns notwendig, um unsere Brüder aus den unteren Kreisen zusammenzuhalten".
Und es wird noch verwegener: Die Pläne der Weisen von Zion "gipfeln in der Behauptung, sie würden den U-Bahn-Bau in Paris und London nur finanzieren, um die so unterminierten Hauptstädte in die Luft sprengen zu können, falls sich ihre Regierungen gegen die jüdische Weltherrschaft wehren würden, die das Ziel all dieser Aktionen sei." (3)
Umberto Eco schrieb, dass Geheimgesellschaften tellurische Ströme erkunden und lenken wollten und daß die U-Bahn-Tunnel die exoterische Tarnung dieser Bemühungen waren. Man kann darüber streiten. Aber Zufall war es sicher nicht.
Seit ihrer ersten Verbreitung zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehören diese sogenannten Protokolle zu den Standardwerken des Antisemitismus. Man mag von ihnen halten, was man will, die Behauptung, dass sie heute „bereits zu großen Teilen umgesetzt" seien, ist wohl schwerlich von der Hand zu weisen.
2) zur Symbolik der 24 vgl. Apokalypse, 4/4:
Und um den Thron waren vierundzwanzig Stühle. Und auf den Stühlen saßen die Vier und zwanzig Ältesten mit weißen Gewändern angetan und hatten auf ihren Häuptern eine goldene Krone.
3) wikipedia
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